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Je dicker ein Stoff, desto besser die Qualität?

Manche Stoffe fühlen sich dünn an, andere richtig kräftig – und dass, obwohl beide fast gleich schwer sind. Wie schwer müssen die Stoffe eurer Teamkleidung dann eigentlich sein, damit sie im Dienstalltag eurer Feuerwehr wirklich taugen?
Wir erklären euch hier, was wirklich hinter der Dicke eines Stoffes steckt und worauf ihr bei der Auswahl unbedingt achten solltet.

g/m² = Flächengewicht

Das Flächengewicht, in der Textilwelt auch Grammatur genannt, gibt an, wie schwer ein Quadratmeter Stoff ist. Der Wert wird in g/m² angegeben und ist bei nahezu allen Herstellern zu finden. Auch bei unseren Produkten steht er auf jeder Produktseite und im Katalog.

Klingt einfach, aber bitte nicht auf die berühmte Goldwaage legen:
Baumwolle nimmt schnell Feuchtigkeit auf, sodass sich das tatsächliche Gewicht leicht verändern kann. Der angegebene Wert ist also ein Richtwert, kein Naturgesetz.

Wie dick ist ein Stoff wirklich?

Viele nutzen das Flächengewicht, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie dick ein Stoff ist. Als grobe Orientierung funktioniert das auch super. Ein T-Shirt mit 140 g/m² ist zum Beispiel eher als dünn zu betrachten und ein T-Shirt mit 200 g/m² fühlt sich dahingegen schon deutlich stabiler und wertiger an.

Aber Achtung - Ob ein Material dicker oder dünner wirkt, liegt nämlich auch daran wie der Stoff gewebt bzw. gewirkt (der technische Begriff bei T-Shirts & Co.) ist. So wirken Poloshirts meist viel dicker als T-Shirts, obwohl das Flächengewicht oft das Gleiche ist. Der Grund dafür ist einfach: T-Shirts werden in der relativ engmaschigen Jersey-Bindung hergestellt, der Stoff des Poloshirts meist in der wesentlich „offeneren“ Piqué-Bindung, wodurch das Material mehr Volumen bekommt. Und dies sind nur zwei von unzähligen Bindungsarten und Varianten.

Hohe Grammatur = hohe Qualität? Leider nein.

Ein weit verbreiteter Irrtum im Textilbereich: „Je höher das g/m², desto besser die Qualität.“ Doch das ist leider nicht richtig, denn das Flächengewicht verrät nur das Gewicht und nichts über die Zusammensetzung der Fasern, die Qualität des Garns, die Art der Verarbeitung, den Schnitt oder die Stabilität der Nähte.

Tipp: Nutzt unseren kostenlosen fwtex Musterservice und macht euch so vorab selbst ein Bild von der Qualität der Produkte. Wir stellen euch eure gewünschten Produkte 30 Tage lang kostenlose für eure Feuerwehr zur Verfügung und ihr schickt sie anschließend ganz unkompliziert an uns zurück.

Wann ist das Gewicht trotzdem wichtig?

Es gibt Situationen, in denen das Flächengewicht eine große Rolle spielt – vor allem im Feuerwehralltag.

Sweatshirts mit 340 g/m² sind zum Beispiel spürbar wärmer als mit 280 g/m², was gerade für eure Übungsdienste im Winter ein entscheidender Punkt ist. T-Shirts mit 240 g/m² wären für heiße Tage hingegen viel zu warm, ganz egal, wie hochwertig sie sind.

Unsere Empfehlungen für eure Feuerwehr:

Damit ihr in der Praxis eine gute Orientierung habt, haben wir hier die optimalen Grammatur-Bereiche für eure Teamkleidung.

Produkt

Optimale Grammatur

fwtex Grammatur

T-Shirts und Poloshirts 190–220 g/m² 220 g/m²
Sweatshirts und Kapuzenpullover 300–350 g/m² 350 g/m²
Fleecejacken 300–350 g/m² 320 g/m²
Softshelljacken 200–350 g/m² 320 g/m²
Diensthemden 115–130 g/m² 120 g/m²

 

Fazit: Ein Wert ist kein Urteil

Das Flächengewicht ist hilfreich, aber eben nur ein Teil des Ganzen. Es hilft euch einzuschätzen wie schwer ein Stoff ist, aber sagt nichts darüber aus, wie hochwertig, bequem oder langlebig er ist.

Und bei aller Technik dahinter bleibt eines unschlagbar wichtig: Euer persönliches Tragegefühl. Wenn das passt, passt am Ende eure ganze Teamkleidung.